Remote-Arbeit lässt Grenzen unsichtbar erscheinen. Das sind sie nicht. Die Regeln, die Nomaden zum Verhängnis werden, sind selten offensichtlich – bis sie es sind.
Vom Strand aus zu arbeiten wirkt online ganz einfach. In Wirklichkeit bringen dich ein Laptop und ein Touristenstempel in eine Grauzone, die von Land zu Land enorm unterschiedlich ist. Das sind die Grundlagen, die du kennen solltest.
Viele Länder erlauben es formal nicht, während einer Touristeneinreise zu arbeiten – selbst remote für ein ausländisches Unternehmen. Die Durchsetzung ist unterschiedlich, aber die Regel existiert, und Einwanderungsbeamte fragen zunehmend danach. Immer mehr Länder bieten inzwischen ein eigenes Digital-Nomaden-Visum an; wer es nutzt, umgeht die Grauzone.
Visumfreie Zeiträume, Verlängerungen und die Grenze zwischen „Tourist" und „Resident" (die Steuerpflichten auslösen kann) unterscheiden sich überall. Ein Überziehen der Aufenthaltsdauer – selbst versehentlich – kann Bußgelder, Haft oder ein Einreiseverbot bedeuten.
Genug Tage in einem Land können dich dort steuerpflichtig machen, und dein Heimatland will möglicherweise trotzdem seinen Anteil. Das solltest du vor einem längeren Aufenthalt planen, nicht danach.
Manche Länder schränken VPNs ein oder verbieten sie, und was du online abrufen oder posten darfst, ist nicht überall gleich. Ein zu Hause selbstverständliches Werkzeug kann anderswo ein rechtliches Problem sein. Siehe unseren Internet-&-VPN-Leitfaden und den Leitfaden zu Remote-Arbeit.
Nomaden richten sich ein, entspannen sich und vergessen, dass sie Gäste unter lokalem Recht sind – Regeln zu Alkohol, Kleidung, Verhalten, Fotografie und Autofahren gelten für Langzeitaufenthalter genauso wie für Touristen.
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